Speichermedien

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In der Antike waren Rollen aus Papyrus und Pergament die damals modernen Wissensspeicher, die im Laufe der Geschichte durch andere Materialien abgelöst worden. Mit dem Buchdruck und später der Fotografie wurden technischen Geräten immer größere Bedeutungen beigemessen. Ein Blick auf die Geschichte der Speichertechniken und heute verfügbaren Speichermedien:

Speichermedien in der Vergangenheit

Die Halbleiterspeicher – kurz auch RAM oder Arbeitsspeicher genannt – sind das Kurzzeitgedächtnis des PC, der damals noch mit Lochkarten oder Lochstreifen gefüttert wurde. Die Lochstreifen, die zumeist aus Papier oder Kunststoff bestanden, wurden erstmals beim Telegraphieren eingesetzt. Dazu wurden die zu übertragenden Inhalte mit einer entsprechenden Maschine auf die Streifen gestanzt. Zwischen dem Lesen und Schreiben waren keine zeitlichen Unterschiede festzustellen, sodass ein Volumen von zirka sechs Zeichen pro Sekunde erreicht werden konnte. Später wurden diese durch magnetische Speichermedien - wie Kassetten oder Magnetbänder – ersetzt, bevor die modernen und heute primär verwendeten Speichermedien Massenware wurden.

Von der Diskette zur Festplatte

Die praktischen Datenträger der Diskette, die in verschiedenen Größen und damit Speicherkapazitäten verfügbar waren, haben unlängst ausgedient und erscheinen den Computeranfängern von heute vielmehr wie ein Relikt aus der (Computer-)Steinzeit. Zwischenzeitlich vom Wechsellaufwerk und dem ZIP-Datenträger in Puncto Speichervolumen und Geschwindigkeit in den Schatten gestellt, gibt es mittlerweile verschiedene Möglichkeiten Daten zu abzulegen und zu transportieren.

Eine Festplatte zum Beispiel, die erst seit zirka 15 Jahren zur Basisausstattung eines Computers gehört, ist ein magnetischer Speicher. Durch mehrere übereinander gelagerte Scheiben ist sie in der Lage, Daten dauerhaft zu speichern. Aufgrund der rasanten Entwicklung des Speicherbedarfs wurden die Kapazitäten für Festplatten ebenfalls immer größer und verschiedene Technologien kamen zum Einsatz, die sich auch Faktoren wie Erwärmung stellen mussten. Um Ausfällen in sensiblen Bereichen vorzubeugen, wurden die Festplattenverbunde (RAID) geschaffen.

Speicher auf Wegen – Mobile Datenspeicher

Der persönliche USB-Stick ist mittlerweile als Standard-Accessoire nicht mehr wegzudenken. Dabei findet die Technik des kleinen Speichermediums in Form eines Flash-Speicher mittlerweile in vielen elektronischen Geräten Anwendung. So zum Beispiel bei MP3-Player, Digitalkameras oder externen Festplatten.

Neben der Möglichkeit, die wichtigsten Dateien über den Stick auszutauschen oder mobil verfügbar zu haben, besteht aber auch die Chance, Software von den USB-Geräten zu starten. U3 lautet das Zauberwort dieser Technik, die es ermöglicht Applikationen ohne vorherige Installation vom Stick direkt zu starten. Während dem USB-Stick eine Kapazitätsgrenze von 64 GB gesetzt ist, können externe USB-Festplatten mittlerweile im Terabyte-Bereich aufwarten.

Optische Speicher und Netzwerkspeicher

Mittels Laserstrahl werden die Reflexions- und Beugungseigenschaften des Speichermediums ausgenutzt, wenn es sich um Optische Speicher handelt. Was kompliziert klingt, ist in der Anwendung in Form von CDs, DVDs oder Blu-Ray-Datenträgern in den alltäglichen Gebrauch übergegangen. War die CD vormals ausschließlich der Musik-Industrie und dem dortigen Ersetzen der Schallplatte vorbehalten, so wurde diese durch eine Anpassung des Mediums auch für die Computerindustrie interessant. Der vor zehn Jahren eingeführte Kopierschutz, der das digitale Auslesen von Audiodaten verhindern soll, führte dazu, dass einige Musik-CDs nicht mehr mit einem Computer spielbar sind. Der Nachfolger DVD unterscheidet sich primär in der Größe der Speicherkapazität und ersetzte die Videokassette. Mehr Speicher und damit eine höhere Auflösung bieten Blu-Ray und HD-DVD - die optischen Speicher der Zukunft.

Nahezu unbegrenzt scheinen die Möglichkeit der Netzwerkspeicher, die von einfachen Lösungen wie simplen im Netzwerk gelagerten Festplatten, bis hin zu Fibre-Channel-Lösungen auf Basis von Festplattensubsystemen, die primär in Rechenzentren eingesetzt werden.