Dateien wiederherstellen

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Datenverlust gehört zu den unangenehmsten Szenarien, die sowohl privaten PC-Nutzern als auch Unternehmen jederzeit widerfahren kann. Freuen können sich dann diejenigen, die ihre Daten vorsorglich per Backup auf einem anderen Datenträger gesichert haben und im Falle eines Falles problemlos darauf zurück greifen können. Ist keine Datensicherung vorhanden, bleibt oftmals nur noch der Weg über eine professionelle Wiederherstellungs-Software, damit die gelöschten oder beschädigten Dateien nicht für immer im digitalen Nirvana verschwinden.

Drei kostenpflichtige Datenretter im Vergleich

Mit O&O DiskRecovery, Kroll Ontrack Easy Recovery und System GO! Daten-Retter stellt Techfacts gleich drei bekannte Vertreter von professionellen Datenrettungsprogrammen vor, wobei die zuletzt genannte Software-Lösung für den Heimanwender in den meisten Fällen ausreichend ist. Mit rund 20 Euro ist der Daten-Retter zudem die günstigste Software im Vergleich und hat alle wichtigen Werkzeuge an Bord, damit versehentlich gelöschte Dateien schnell und unkompliziert wiederhergestellt werden können. Unterstützt werden alle von Windows erkannten Datenträger wie Festplatten, Wechsellaufwerke, Speicherkarten und USB-Sticks. Einen ähnlichen Funktionsumfang bietet Kroll Ontrack EasyRecovery. Die 179 Euro teure Lite-Version beherrscht neben der einfachen Datenwiederherstellung auch das Reparieren von komprimierten ZIP-Dateien. Mit knapp 100 Euro im preislichen Mittelfeld liegt O&O DiskRecovery. Die Software kann mehr als 350 Dateiformate wiederherstellen und unterstützt den Nutzer mit einer komfortablen Vorschaufunktion. Für den Notfall ist es zudem möglich, über einen zweiten Rechner eine so genannte Instant-Installation der Software zu erstellen, damit für die Wiederherstellung wichtige Bereiche der Festplatte bei der Installation von O&O DiskRecovery auf dem betroffenen Rechner nicht überschrieben werden.

Drei kostenlose Anwendungen im Vergleich

Gute Datenrettungsprogramme müssen nicht teuer sein. Mit Recuva, Pandora Recovery und Disk Digger stellt Techfacts drei Anwendungen vor, die Datenwiederherstellung zum Nulltarif anbieten. In Sachen Funktionsumfang unterscheiden sich die drei Freeware-Programme kaum. Recuva überprüft nach dem Start die Datenträger auf wiederherstellbare Dateien und listet diese in einer Übersicht auf. Keine Rolle spielt es hierbei, ob sich die zu rettenden Daten auf der Festplatte, einem USB-Stick oder auf einer Speicherkarte befinden. Pandora Recovery bietet neben einer erweiterten Schnellsuche auch eine komfortable Vorschau-Funktion für einige ausgewählte Dateiformate an. Auch Disk Digger hat dieses Feature im Angebot. Zudem überzeugt die Software mit einem starken Such-Algorithmus, der schnell und effektiv verloren geglaubte Dateien wieder ans digitale Tageslicht holt.

Datenrettungslabor als letzter Ausweg

In einigen Fällen ist das Wiederherstellen von Dateien allerdings nicht mehr so einfach per Software möglich. Zum Beispiel dann, wenn der Datenträger aufgrund von Beschädigungen mechanisch nicht mehr einwandfrei funktioniert. Der Nutzer hat dann sprichwörtlich die Qual der Wahl. Entweder er nimmt den Verlust der betroffenen Daten in Kauf oder er lässt den Datenträger beziehungsweise die darauf gespeicherten Dateien in einem Datenrettungslabor von Fachleuten auslesen und wiederherstellen. Allerdings ist dies kein günstiges Unterfangen und dürfte schon allein aus diesem Grund für die meisten Heimanwender nicht in Betracht kommen. Für Unternehmen stellt sich diese Frage in der Regel nicht - und insbesondere dann nicht, wenn beispielsweise wichtige Kunden- oder Geschäftsdaten von einem Datenverlust betroffen sind.