IBM: Chips für die neue Nintendo Wii U

Auf der E3 stellte Nintendo seine neue Konsolen-Generation vor. Nun wurde bekannt, warum das Innenleben so schnell unterwegs ist. Das US-Unternehmen IBM liefert die Mikroprozessoren und damit das Herzstück der neuen "Wii U"-Spielekonsole.

IBM stellt auch für die neue Konsole Wii U aus dem Hause Nintendo die Chips her. (Foto: Nintendo)
IBM stellt auch für die neue Konsole Wii U aus dem Hause Nintendo die Chips her. (Foto: Nintendo)

Die Leistung des Nintendo Entertainment-Systems Wii U wird durch einen neuen, auf Power-Architektur-basierten Mikroprozessoren ermöglicht. Die eigentlich in Superrechner eingesetzten Prozessoren beschreiben ein energiesparendes, laut IBM, ein leistungsfähiges Chipkonzept. Beispielsweise kann der embedded DRAM-Speicher den Multicore-Prozessor mit wesentlich größeren Datenmengen füttern, als es mit der aktuellen Konsolen-Generation möglich ist.

Bereits 90 Millionen Chips

Auf Basis der so genannten "Silicon-on-Insulator-Technologie in 45-Nanometer-Design plant IBM, Millionen von Chips für Nintendo zu produzieren. Den Auftrag hierfür ist bereits, glaubt man den ersten Blogeinträgen, bereits in trockenen Tüchern. Hergestellt werden die kundenspezifisch entwickelten Chips in der IBM Halbleiterfabrik in East Fishkill im Staat New York, USA. Seit Mai 2009 arbeiten IBM und Nintendo zusammen. Damals wurde IBM ausgewählt, den zentralen Mikroprozessor für den Nintendo GameCube zu entwickeln und herzustellen. In den letzten fünf Jahren hat IBM mehr als 90 Millionen Chips für die Nintendo Wii Systeme ausgeliefert. Eine Zahl, die aufzeigt, wie erfolgreich Nintendo in der Gamerwelt unterwegs ist. Nintendo plant, die Konsole voraussichtlich im Jahr 2012 auf den Markt zu bringen.

Wie reagiert Microsoft und Sony?

Die Nintendo Wii ist zwar noch immer die erfolgreichste Konsole der Welt. Doch für aufwendige Spiele, wie sie auf der XBox 360 von Microsoft sowie auf der Playstation 3 von Sony spielbar sind, reichte der Wii-Prozessor nie aus. Nun wollen die Japaner auch die Hardcore-Gamer erreichen. Jetzt darf man gespannt sein, wie Microsoft und Sony reagieren. Beide wollten zuletzt erst 2012 mit einer neuen Generation glänzen.

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