Die zehn beliebtesten Browsergames

Nicht mehr nur zum Daddeln in den Pausen, sondern zum Vertiefen sind Browsergames mittlerweile ausgereift – das Pausenzocken ging dadurch nicht verloren. Viele von ihnen können kostenfrei gespielt werden, auch solche, die durch eine beeindruckende Spieltiefe glänzen. Verschiedene Genres erlauben eine schier unendlich wirkende Auswahl an Browsergames für jeden Geschmack.

Die Siedler Online: Beliebtestes Strategie-Browserspiel in 2011 (Bild: diesiedleronline.de)
Die Siedler Online: Beliebtestes Strategie-Browserspiel in 2011 (Bild: diesiedleronline.de)

Grepolis: Aufstieg in der Antike

Grepolis ist ein kostenfreies Aufbauspiel, das vom Hersteller InnoGames so gestaltet wird, dass der Spieler in die Rolle eines griechischen Herrschers schlüpft. In dieser Rolle ist es seine Aufgabe, eine anfangs kleine Stadt zum Imperium heranwachsen zu lassen. Zur Verteidigung wird eine Armee zu Wasser und an Land eingesetzt, die andere Inseln erobern kann, um das eigene Reich so zu erweitern.

Um den Start zu vereinfachen, führt ein Turtorial nach der Anmeldung durch die ersten Schritte. Kasernen, Marktplätze, ein Senat oder Häfen müssen errichtet werden, wozu diverse Rohstoffe beim Handeln mit anderen Gamern erworben werden können. Über die Städte wachen verschiedene Gottheiten, deren Einheiten und Kräfte unterschiedlich sind und den Spieler unterstützen.

Als Einzelkämpfer neu zu starten ist genauso möglich wie das Anschließen an eine bestehende Allianz. Rund 20.000 Inseln, vergleichende Rankinglisten zum Vergleichen und das Spielziel, möglichst viele Inseln zu erobern, machen Grepolis zu einem umfangreichen Strategie- und Aufbauspiel.

Fiesta Online: Kostenloses MMORPG

Mit „Fiesta Online“ hat die Gamigo AG ein Rollenspiel im Manga-Style erschaffen, dessen ausgefeilte Story beinhaltet, mit anderen Gamern zusammenzuspielen. Mit tausenden von Mitspielern müssen Abenteuer bestanden werden, die mit einer tollen Grafik und ausgefallenem Sound einhergehen. Community-Features unterstützen das Kontakten anderer, im Game verständigt man sich per Chat. Für Fragen stehen neben der Gamer-Community auch GMs bereit.

Den Charakter, den sich der Spieler zu Beginn aussucht, kann man später noch wechseln: Krieger, Jäger, Magier und Priester gehen mit ähnlichen Eigenschaften einher, wie sie WoW-Spielern bekannt sein dürften. Quests werden optional alleine oder gemeinsam bewältigt und Kingdom Quests lassen sich erst ab einem bestimmten Levelbereich erledigen. Diese können nur in einer Gruppe gespielt werden, um so Erfahrungspunkte und Belohnungen zu sammeln. Um eine Unterkunft zu bauen, Ausrüstungsgegenstände, Skills und Reittiere zu kaufen, muss der Spieler Geld verdienen.

Dark Orbit: Weltraum-Action

Das Science-Fiction-Browsergame DarkOrbit von Bigpoint baut ein Action-Szenario in einer fiktiven Zukunftswelt auf, in der die Erde zum lebensfeindlichen Planeten geworden ist. Deshalb müssen sich die Menschen nun auf die Suche nach Rohstoffen und Lebensräumen durchs All begeben, was in kleinen Aufgaben verpackt wird. Der Spieler fungiert als Raumschiffpilot und kann frei bestimmen, wie er vorgehen möchte: Zwischen dem Sammeln von Rohstoffen und dem Zerstören feindlicher Raumschiffe ist alles möglich.

Feindliche Raumschiffe werden von anderen Spielern gesteuert, denn Gamer unterteilen sich in die nicht immer einander wohlgesonnenen Fraktionen Erde, Mars und Venus. Allianzen können gebildet werden, um gemeinsam gegen Feinde zu kämpfen. Alle Ziele des Spiels sind ohne Käufe von Specials erreichbar, allerdings kann auch echtes Geld dafür genutzt werden, mithilfe von Premium-Content zusätzliche Vorteile zu erlangen.

Shakes & Fidget: Comic-Rollenspiel

Shakes & Fidget war ursprünglich als World of Warcraft-Parodie gedacht und wurde mit der Zeit zu einem der beliebtesten Browser-RPG. Im Comic-Style gehalten, stellt der Spieler während der Anmeldung schon seinen Charakter zusammen: Zwischen sechs Rassen, drei Klassen, männlichem und weiblichem Geschlecht und zahlreichen optischen Varianten kann gewählt werden.

Wie in der Vorlage, optimieren auch bei Shakes & Fidget Ausrüstung und Gegenstände den Charakter, um gegen Mitspieler im Kampf zu bestehen. Quests werden angenommen, Kämpfe gemeistert und an drei Handelsplätzen können Gegenstände mit Gold oder Pilzen bezahlt werden; beides Belohnungen aus erfüllten Aufgaben. Etwas schade, aber Browsergame-bedingt: Kämpfe werden nicht selbst gefochten, sondern der Spieler muss warten, bis der Timer um und ein Boss besieht ist.

Goal United: Vereinsmanager

Fußballfans und Management-Talente dürften mit Goal United bestens bedient sein: Ein Verein wird neu gegründet und mit jeder Menge Arbeit ist es das Ziel, diesen Verein in die Top-Ränge der Liga aufsteigen zu lassen. Mitarbeiter und ein interner Chat erlauben den Austausch über das Runde, was in das Eckige soll.

Der Verein muss trainieren und wöchentlich gibt es Spiele. Dabei gilt es, etwas auf die Vereinskasse zu schielen: Mit Werbung im Stadion sind beispielsweise Werbeeinnahmen möglich; strategisches Vorgehen ist in diesem Browsergame ein Muss. Das Stadion will gebaut und schließlich auch ausgebaut werden – je besser die Mannschaft, umso höher die Ansprüche. Optional lassen sich Bezahl-Features hinzukaufen; beispielsweise kann durchs Entwerfen des Vereinslogos mehr Geld durch Werbung eingenommen werden.

Last Chaos: Herrschaftliches Fantasy-MMORPG

Last Chaos spielt auf dem Kontinent „Iris“, auf dem ein erbitterter Krieg tobt, in den der Spieler reingeworfen wird, um Herrscher dieser Welt zu werden. 3D-Optik hübscht das Game immens auf, etliche Quests sorgen für Kurzweile bei langanhaltender Spiellust. Aus sieben verschiedenen Charakterklassen wählt der Gamer zu Beginn die seine, um sich im Spiel mit anderen, ergänzenden zusammenzutun. Gelungene Quests verbessern Statuswerte und lassen den Charakter wachsen, wobei es am Spieler ist, ob er lieber verteidigt oder angreift.

Die Stämme: Mittelalterliches Strategie-Game

Im Strategiespiel „Die Stämme“ bauen Spieler ein eigenes Dorf in mittelalterlicher Umgebung auf. Die Dorfbewohner wollen versorgt werden und vor Angriffen von außen geschützt werden, ein Heer muss also auch aufgebaut werden. Um den Start zu erleichtern und um nicht sofort vom Feind erobert zu werden, gibt es einen Anfängerschutz.

Diese Art „Welpenschutz“ besteht aber nicht lang, sodass das Dorf bald gestärkt sein sollte. Entweder tritt der Spieler dann einem Stamm bei oder gründet selbst. Zwischenziel ist es, mit einem Adelshof ein Adelsgeschlecht zu erzeugen, welches Dörfer erobern kann, um die eigene Macht auszubauen. Gewaltvoll geht es nicht zu in „Die Stämme“, wenngleich es ein kriegerisches Strategiespiel ist – eher darauf ausgelegt, entscheidungsfreudig vorzugehen.

Skyrama: Der eigene Flughafen

Das kostenfreie Browsergame Skyrama zielt darauf ab, den eigenen Flughafen aufzubauen – dazu gehört auch die Flugzeugabfertigung, denn während des Aufbaus muss Betrieb herrschen. Fracht- und Passagierflugzeuge sowie Helikopter kann der Spieler optional auswählen und während man sich durch die Level zockt, stehen drei Questarten auf dem Plan, deren Schwierigkeit sich nach und nach steigert.

Mit den Quests werden auch die Flugverkehrsabwicklung und die Passagiere abspruchsvoller: Hotels und Grünanlagen lassen sich aufbauen und Sehenswürdigkeiten aufstellen. Optional lassen sich Flugzeuge und Hubschrauber mit der Ingame-Währung Aircoins oder mit echtem Geld erwerben, die dann mit Gepäck befüllt, betankt und an andere Mitspieler verschickt werden können, der sie landen und abfertigen muss. Zusatzgegenstände können mitgesendet werden und mit der Zeit steigt die Anzahl der abzufertigenden Flugzeuge, sodass es schon etwas Koordinationsgeschick bedarf.

Seafight: Pirat auf dem Meer

Der Spieler von Seafight wird in einer kleinen Nussschale auf große See geschickt – in den ersten 24 Stunden Anfängerschutz genießend. Setzt der Spieler schon vor Ablauf dieser Zeit seine erste Kanone ein, kommen Piraten ins Spiel – andere Mitspieler, die man im Kampf zu besiegen hat. Mit einem Bonussystem wird es Neulingen leicht, aber nicht zu einfach gemacht, verschiedene Aufgaben zu lösen.

Gelöste Quests bringen Erfahrungspunkte, die für die Piratenprüfungen gebraucht werden. Neben anderen Mitspielern tummeln sich auch NPCs auf den Weltmeeren von Seafight, die versenkt werden können, um Erfahrungspunkte und Gold zu sammeln. Hat der Spieler eine ansehnliche Truppe von eigenen Piraten gekauft, kann er anfangen, die Schiffe von Mitspielern zu entern.

Die Siedler Online: Beliebtestes Strategie-Browsergame 2011

Zum besten Strategie-Browsergame 2011 gekürt, müssen Spieler von „Die Siedler Online“ eine Gegend besiedeln, um Gold, Kohle oder weitere Materialien abzubauen. Das eigene Volk muss glücklich bleiben, um die Stadt nicht wirtschaftlich verkümmern zu lassen. Nahrung ist ein wesentlicher Punkt: Satte Arbeiter sind fleißiger.

Um sich zu erweitern, wird das eigene Reich durch Erkundungen der Gegend vergrößert – was durch räuberische Lager erschwert wird. Mit eigenen Soldaten, die sich stetig verbessern, muss man sich erst selbst Zutritt gewähren. Unterstützung zwischen Mitspielern ist gewollt, was ein integrierter Chat angenehm vereinfacht.

Nutzer werten das Spiel insgesamt gut, wobei es auch viele negative Meinungen und Kommentare gibt, die auf dem Portal browsergames.org nachzuvollziehen sind. So bewerten Spieler die häufige Downtime (Nichterreichbarkeit) äußerst negativ. Dennoch ist das Browsergame das derzeit wohl beliebteste auf den Markt, was nicht zuletzt am Kultstatus liegen mag.

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