Google: Theme Holo-UI wird Pflicht für Android 4.0

Das ist mal eine Ansage. Google verpflichtet Hersteller dazu, in ihren Android-Smartphones sowie Tablets das hauseigene Theme Holo-UI mit zu integrieren. Google droht sogar bei nicht Berücksichtigung, die Geräte vom Android Market auszuschließen. Aber keine Panik: Die Integration bedeutet nicht, dass die Nutzer auf beispielsweise Sense oder TouchWiz verzichten müssen - Google will lediglich die eigenen Vorteile breiter aufgestellt wissen.

Google macht sie zur Pflicht - Theme Holo-UI wird auf allen Android 4.0-Versionen integriert.
Google macht sie zur Pflicht - Theme Holo-UI wird auf allen Android 4.0-Versionen integriert.

Google nimmt sich der Kritik an und will endlich die System-Updates sowie die App-Anpassung an die einzelnen Geräte beschleunigen. Künftig müssen die Hersteller das so genannte Holo-UI auf das Gerät hinterlegen. Dadurch will Google die Aktualisierungen vorantreiben, da künftig nicht mehr so ein starker Eingriff ins System nötig ist. Ebenfalls ist die Integration sinnig, weil dadurch ein einheitliches Design angestrebt wird. Android-Applikationen werden künftig auf allen Geräten gleich ausschauen. Warum? Entwickler können sich ab sofort auf die Holo-Theme beziehen. Eine genaue Anpassung ist mit der Oberfläche nicht mehr nötig.

Sense oder TouchWiz bleiben erhalten

Was allerdings nicht zu befürchten ist: Die Nutzer müssen nicht auf Sense oder TouchWiz verzichten, es steht ihnen aber frei, dies dennoch zu tun. Eric Schmidt hatte auf der LeWeb-Konferenz vergangenen Dezember in Paris am Rande erwähnt, dass Entwickler Mitte des Jahres auf Android setzen könnten - das Apple  iPhone mit seinem iOS würde seiner Meinung nach nicht mehr mithalten können. Dabei zielt die Chefetage wohl auf die schon lange geforderten Guidelines hinsichtlich des Designs sowie auf eine Art Framework für grafische Elemente. Beide Elemente machen Apple zurzeit stark.

Google kann nun neue Updates wesentlich schneller auf die Geräte bringen und zudem dürfen die Entwickler ihre Apps zügig anpassen. Es bleibt festzuhalten, dass es bei einer Umsetzung nur Gewinner geben wird. Die Entwickler benötigen weniger Aufwand, Hersteller dürfen auch weiterhin ihre eigenen Oberflächen anbieten und Google muss nicht mit der Brechstange vorgehen.

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