Android so unsicher wie alte Windows-Systeme?

Scharfer Gegenwind von Seiten des Unternehmens Kaspersky. Der Hersteller von Sicherheitssoftware warnt offiziell im ersten Malware-Report 2011 davor, das Betriebssystem Android zu nutzen. Die Sicherheitsexperten vergleichen das OS aus dem Hause Google sogar mit älteren Windows-Versionen.

Das Sicherheitsunternehmen Kasperski behauptet, dass das Betriebssystem Android unsicher wie Windows sei. (Bild: Google)
Das Sicherheitsunternehmen Kasperski behauptet, dass das Betriebssystem Android unsicher wie Windows sei. (Bild: Google)

Das System Android beherberge zahlreiche Schwachstellen und diene zunehmend für Cyberkriminellen als Angriffsziel. Doch die schiefe Sicherheitslage ist Google nicht in die Schuhe zu schieben. Schuld seien laut Kaspersky die Mobilfunkanbieter selbst. Letzteres hatte Google bereits vor der Veröffentlichung des OS Android 3.0 Honeycomb verlautbart. Damals gingen die Entwickler noch auf die Barrikaden und protestierten gegen die Zurückhaltung des eigentlich offenen OS-Codes.

Nur vier Prozent nutzen Android 2.3 Gingerbread

Nur vier Prozent der Geräte weltweit laufen mit dem aktuellen Android 2.3 Gingerbread. Google schätzt, dass zirka 66 Prozent noch mit der Version 2.2 arbeiten, 25 Prozent sogar noch mit 2.1. Einige Nutzer müssen sogar mit den ersten Versionen des OS 1.5 und 1.6 auskommen. Aus der Sicht von Google eine technische Farce. Aktuelles Beispiel: Seit einigen Wochen gibt es die Version 2.3. Selbst die Telekom hat es bisher nicht geschafft, die Software auf ihre Plattform zu transformieren. Gerade Branding-Geräte müssen teilweise Wochen und Monate auf Updates warten.

Ein anderes Problem sind die schwarzen Schafe. So können auch Apps unter anderem bei verschiedenen Anbietern und damit außerhalb des Android Market heruntergeladen und installiert werden. Google kann da bisher nicht viel ausrichten - lediglich eine härtere Gangart des Vertriebs würde das System sicherer machen. Doch wollen Android-Nutzer das wirklich? Eine Sicherheitseinstellung am System könnte zumindest die schwarzen Schafe vom Smartphone fernhalten: Bei dem Punkt Anwendungen einfach den Haken bei "Unbekannte Quellen" entfernen. Fortan werden Installationen von Nicht-Market-Anwendungen nicht mehr zugelassen.

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