LightRadio: Mobilfunknetz mit mehr Power

Kennt jemand noch Alcatel? Der damalige Hersteller von günstigen Mobilfunkgeräten forscht mittlerweile an neuen Kommunikationstechnologien. Eine davon ist die so genannte "aktive Array-Antenne". Mit dieser erhöht sich die Übertragungskapazität von Mobilfunknetzen und halbiert dabei die laufenden Kosten.

Alcatel-Lucents und das Mobilfunknetz LightRadio: Mehr Performance und mehr Ersparnisse. (Bild: Alcatel)
Alcatel-Lucents und das Mobilfunknetz LightRadio: Mehr Performance und mehr Ersparnisse. (Bild: Alcatel)

Alcatel-Lucents eigens für die Forschung errichtetes Labor "Bell Labs" hat die gesamte Entwicklung geführt und vorangetrieben. Die Technik, die auch unter LightRadio bekannt ist, sieht im Betrieb eine Verminderung der Betriebskosten vor - bei gleichzeitiger Reduktion der technischen Komplexität und des Stromverbrauchs. Ein System, das demnach die Infrastruktur in der Kommunikation vereinfacht und dazu die Performance stark verbessert.

Auch LTE wird unterstützt

Die Ankündigung sorgte in der Branche für einige Verwirrung. So behauptet Alcatel-Lucent, dass die durch die Technik in der Luft fliegenden Bits sich verdoppeln. Das führt dazu, dass auch die Signale verstärkt werden und an schlecht erreichbare Orte besser gelangen, als zuvor. Eine aktive Array-Antenne für Multi-band und Multi-Standard-Betrieb arbeitet mit mehreren Frequenzen und Netzstandards (2G, 3G, LTE). Bereits Mitte 2011 sollen erste Testgeräte und Szenarien erprobt werden.

Abstrakte Ähnlichkeit mit dem n-Standard

Mit LightRadio entsteht eine neue Architektur, bei der die einzelnen Komponenten der Basisstation, die heute meist am Fuß eines Sendemasts steht, voneinander getrennt und dann auf die Antenne und das Netzwerk verteilt werden. Damit erfolgt die Signalverarbeitung nach einem ähnlichen Schema wie beim Cloud Computing. Darüber hinaus werden die verschiedenen Antennen des Sendemasts kombiniert und zu einem einzigen, kompakten Gerät verschmolzen. Abstrakt gesehen, eine Art n-Standard im Mobilfunkbereich. Denn auch beim n-Standard kommunizieren die Antennen untereinander und verstärken so das WLAN-Signal. Sie erhöhen so die Rate des Datentransfers und die Router sind zunehmend Umwelt-konform gebaut.

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