Virtualisierung: Windows und Android ein System?

Android und Windows zu einer Einheit formen? Treffen dann nicht zwei unterschiedliche Welten aufeinander? "Nein", behauptet das Startup Bluestacks. Das Unternehmen aus den USA und Indien vereint Android und Windows in einer eigenen Virtualisierungslösung.

Das Virtualisierungsprojekt von Bluestacks vereint Android und Windows zu einem Rechner. (Bild: Bluestacks)
Das Virtualisierungsprojekt von Bluestacks vereint Android und Windows zu einem Rechner. (Bild: Bluestacks)

Es liest sich seltsam. Doch die Entwickler des Unternehmens Bluestacks haben nach eigenen Angaben zwei völlig unterschiedliche Systeme vereint. Über eine Multi-OS-Runtime ist es möglich, Software, Applikationen, die für ein System programmierten worden sind, in ein anderes Betriebssystem so zu integrieren, dass sie auf der fremden Plattform funktionieren. Bluestacks nutzt dabei einen Hypervisor, der die dafür nötige Umgebung für eine virtuelle Maschine schafft.

Beide Richtung sind virtualisierbar

Das Unternehmen geht sogar noch weiter. Es behauptet, dass ihre Lösung auch auf viele andere Betriebssysteme übertragbar ist. Ein weiterer Clou: Auch umgekehrt soll es funktionieren – also Windows auf Android-Systemen ausführen lassen. Die Icons der jeweiligen Apps werden einfach auf den Desktop abgelegt und im fremden System gestartet. Wer zusätzliche Apps benötigt, nutzt einfach den integrierten Amazon App-Store.

Die virtuelle Maschine wäre damit wohl die Flexibelste ihrer Art. Auch weil die Hersteller anderer Systeme ihr eigenes Design verfolgen dürfen und auch sollen. Das Unternehmen arbeitet mittlerweile an der nächsten Version, um ein breites Publikum anzusprechen. So sollen in Kürze auch die Betriebssysteme Windows 8 sowie Googles Chrome OS unterstützt werden. Auf der eigenen Homepage verrät Bluestacks, dass das Viewsonic Viewpad 10 Pro als erstes Gerät mit Bluestacks ausgestattet werden soll. Über Twitter will das Unternehmen kommende Woche weitere Informationen preisgeben. Wer Interesse hegt, kann sich auf Facebook für einen Alphatest anmelden.

Hinterlasse eine Antwort